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Paradoxe Situation Initiative von jungen Chemnitzern wieder mal unerwünscht
Dieser Eindruck wurde erweckt als man heute, am 5. Januar, die Presse gelesen hat. Die GGG hat am Montag, den 4. Januar, den Mietvertrag der Nutzer in der Reitbahnstraße 84 gekündigt. Trotz entgegen lautenden Stadtratsbeschlusses sollen nun 50 aktive Nutzer und Projekte aus dem Gebäude ausziehen. Als Begründung wird angegeben, dass die GGG das Gebäude sanieren und zu Studentenwohnungen umbauen möchte; natürlich mit der Zielstellung, studentisches Leben in das Viertel zu holen. Paradox nennt man so eine Situation: Junge Menschen, vorrangig Studenten, werden aus ihrem Wohn- und Lebensraum vertrieben, damit andere junge Leute, die dann sicherlich mehr Miete zahlen, dort hinziehen können. Es ist verständlich, dass die GGG wirtschaftlich arbeiten muss, doch mit dieser Maßnahme schadet sie sich selbst und der Stadt. Vor Jahren wurde schon versucht dieses Viertel mit passenden Wohnungen in ein Studentenviertel umzuwandeln, was fehlgeschlagen ist und heute sicherlich auch nicht anders laufen wird. Jetzt ziehen die Vereine Exka und WkB mit ihrem Wohnprojekt und ihren Kulturangeboten Studenten an und leisten beachtliches für die Stadt und ihr Ansehen. Als Belohnung werden sie aus ihren Räumen vertrieben ohne ein attraktives Alternativangebot zu bekommen. Denn die Reichenhainer Straße 6 bis 12 kann man nicht als echte Offerte ansehen. Die Räume sind in einem katastrophalen Zustand und zudem für viele Projekte einfach zu klein. Es ist immer wieder die Rede davon junge Menschen in Chemnitz zu behalten und ein junges studentisches Viertel in Chemnitz zu etablieren. Mit der Reitbahnstraße 84 existiert ein Projekt was das schaffen könnte, doch mit der Kündigung verbauen wir uns die Chance darauf, dass wir dieses Ziel jemals erreichen. Ich fordere deshalb die GGG auf, die Kündigung zurückzunehmen und junges und auch alternatives Leben und Wohnen in Chemnitz zuzulassen und nicht zu vertreiben. Denn Chemnitz braucht solche Initiativen und Ideen, sonst schrumpft die Stadt immer weiter und dass bringt die GGG wirtschaftlich auch nicht weiter.
Sabine Pester Familienpolitische Sprecherin
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