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Pro Bibliotheken für Chemnitz Vor einigen Jahren riefen die Ergebnisse der PISA Studie Bestürzung und Besorgnis unter der Bevölkerung hervor. Der Bildungsstand unserer Kinder und Jugendlichen wurde uns so schonungslos vor Augen geführt. Dies ist hauptsächlich das Resultat einer immer mehr verbreiteten Nutzung von Medien, wie z.B. Fernsehapparat und PC, durch die Kinder und Jugendlichen - Medien - welche die Allgemeinbildung verarmen und die Fantasie abstumpfen lassen. Die Wogen haben sich mittlerweile geglättet und man ging zum Alltag über. Die Medien profilieren sich mit Wissen fürs Volk- IQ Tests für alle. Ob dies zur Verbesserung der Bildung führt ist zweifelhaft. Um die Fantasie und Allgemeinbildung - insbesondere der Kinder - zu fördern, brauchen wir Bücher und somit Bibliotheken. Umso fassungsloser sind wir, von der Fraktion DIE LINKE, über die geplanten Kürzungen und Einsparungen im kulturellen Bereich die besonders die Stadtbibliothek gravierend treffen sollen. Haben wir aus der Vergangenheit nichts gelernt? Es kann nicht sein, dass bis zum Jahre 2012 die letzten verbleibenden Stadtteilbibliotheken geschlossen werden sollen und somit über 100 000 Bürger ihr Informationszentrum verlieren. Es kann nicht sein, dass Projekte wie der Bücherbus einfach gestrichen werden sollen und somit die bibliothekarische Versorgung an sozialen Brennpunkten nicht mehr gewährleistet sein wird. Wo sollen sich gesundheitlich beeinträchtigte, nicht mobile Menschen und Kinder dann informieren und bilden? Es kann nicht sein, dass die Bibliothek als Lernort, Bildungspartner und kompetenter Informationsvermittler generell in Frage gestellt wird. Können wir dies verantworten? Nein. Wir sprechen uns daher entschieden gegen geplante Kürzungen, die Stadtbibliothek betreffend, aus. Wir sind der Meinung, dass Bücher die grundlegende Quelle für Bildung darstellen und eine umfassende Bildung nur durch gleiche Bildungschancen für alle gewährleistet werden kann. Wir sind der Meinung, dass nur unter diesen Voraussetzungen eine positive Entwicklung der Stadt Chemnitz möglich ist.
Stadträtin Yvonne Weber Sprecherin Kulturpolitik
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